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Eine unabhängige Initiative für mehr Steuergerechtigkeit für kleine Betriebe in Österreich

Stimmen Sie mit für die Abschaffung der Mindestkörperschaftsteuer

Nach knapp 3 Monaten Covid-19 bedingtem wirtschaftlichen Stillstand sind nun mehr als 100.000 kleine Gewerbebetriebe, egal ob im Handel, Handwerk oder der Gastronomie und Hotellerie schwer gefährdet, das Geschäftsjahr 2020 nicht zu überstehen. Obwohl unsere Regierung versucht mit Nothilfe-Paketen gegenzusteuern wird gleichzeitig an einer Steuerpolitik festgehalten, die viele Kleinst- und Kleinbetriebe in Österreich benachteiligt.

Ganz konkret geht es dabei um die Abschaffung von Steuerzahlungen für nicht erzielte Gewinne, also um die Mindestkörperschaftsteuer (Mindest-Köst). Während bei Mittel- und Großbetrieben die Mindestkörperschaftsteuer von €1.750 pro Jahr wahrscheinlich überhaupt nicht wahrgenommen und aus der sprichwörtlichen ´Porto-Kassa´ beglichen wird, ist die Mindestkörperschaftsteuer aber bei über 95.0000 Klein- und Kleinst-GmbHs gerade in Zeiten von Corona ein nicht unwesentliches Thema.

Erhält beispielsweise ein Kleinstbetrieb, mit viel Administrationsaufwand eine nicht rückzahlbare Unterstützung in der Höhe von 5.000 Euro aus den Corona-Nothilfe-Fonds, bleiben aufgrund der Mindest-Köst dann gerade mal €3.250 übrig, weil die Mindestkörperschaftsteuer auf jeden Fall zu bezahlen ist, ganz egal ob das Betriebsergebnis Null oder negativ ist. Damit wurde und wird tausenden, als GmbH geführten Kleinst- und Kleinbetrieben Jahr für Jahr wichtiges Eigenkapital entzogen, das nun für die Bewältigung der Covid-19 Krise dringend fehlt.

Um auf diesen Miss-Stand hinzuweisen, habe ich eine kleine Initiative mit einem Petitionsaufruf gestartet. Dabei geht es um die Rückerstattung von Mindestkörperschaftsteuer-Guthaben sowie um die Abschaffung der Mindestkörperschaftsteuer.

´AUSGEPLÜNDERT´ lautet der Titel meiner Blog-Beiträge, um diese seltsame Form von "Steuergerechtigkeit" auch für all jene verständlich zu machen, die sich nicht gerade hauptberuflich mit diesem Thema beschäftigen.

Dieser Aufruf richtet sich natürlich in erster Linie an alle direkt Betroffenen, also an die über 100.000 selbständig tätigen Gesellschafter und Gesellschafterinnen von kleinen GmbHs in Österreich. Natürlich freue ich mich genauso über die Unterstützung von allen selbständigen Einzelunternehmer-Innen und auch Privatpersonen, die ein Votum für mehr Steuergerechtigkeit in Österreich abgeben möchten.

Ebenso wichtig ist natürlich die Bekanntmachung dieser kleinen Initiative, das heißt teilen Sie die Information darüber so oft wie möglich in Ihrem Unternehmer-Innen Bekanntenkreis und in den sozialen Medien.

Kommentare und Verbesserungsvorschläge sind natürlich ebenso willkommen.

AUSGEPLÜNDERT ! - Verfehlte Steuerpolitik verschärft die KMU-Krise!

AUSGEPLÜNDERT - Teil 1

  • Post vom Finanzamt
  • Körperschaftsteuer und Mindestkörperschaftsteuer
  • 95.000 GmbHs in Österreich sind Kleinst- und Kleinbetriebe
  • Mindestkörperschaftsteuer - weniger gibt´s nicht

AUSGEPLÜNDERT - Teil 2

  • Die ´still-alive GmbH´ - eine realitätsbezogene Fiktion
  • Ein ausgeglichenes Ergbnis, die sogenannte ´schwarze Null´ ist leider zu wenig

AUSGEPLÜNDERT - Teil 3

  • akkumulierte Ungerechtigkeit
  • Wann haben Sie zuletzt Ihren Körperschaftsteuerbescheid gelesen ?

AUSGEPLÜNDERT - Teil 4

  • Das große Finale - Alles verschwindet am Ende
  • Wirtschaftspolitik für 0,2% bis 1,2% der österreichischen Betriebe ?!

AUSGEPLÜNDERT - Teil 5

  • 25% Körperschaftsteuer zahlen nur die Kleinen
  • ca. 50 Millionen Eigenkapitalentzug bei kleinen GmbHs jährlich
  • Too Many to Fail - eine neue Erkenntnis aufgrund Covid-19

AUSGEPLÜNDERT - Teil 6

  • Steuer-Rückzahlung als Hilfe-zur-Selbsthilfe
  • Hilfe innerhalb weniger Tage möglich - ganz ohne Anträge und Formulare
  • Ein Aufruf an die politisch Verantwortlichen in diesem Land

3 Comments

  1. F.C.24/06/2020

    Hi Erwin,

    ich habe mir deine Webseite angeschaut und finde sie echt toll. Das gilt sowohl für den Aufbau wie auch die inhaltlichen Darstellungen.

    Ich möchte dir jedoch nur folgenden Denkanstoß geben: ich bin mir nicht sicher, ob dein Appell, dass die Oppositionsparteien sich für die Rückzahlung der Mindest-KÖSt-Guthaben einsetzen sollen, wirklich die richtige Adresse sind. Die Mindest-KÖSt wurde meines Wissens Ende der achtziger – Anfang der neunziger Jahre unter Führung eines sozialistischen Bundeskanzlers eingeführt.

    Ich vermute fast, dass du in der Wirtschaftskammer beziehungsweise den Türkisen oder den Neros stärkere Verbündete finden wirst als bei SPÖ oder FPÖ. Die Grünen kann man diesbezüglich derzeit wohl schwer einschätzen.

    Auf jeden Fall gebe ich dir aber recht, das mit der Rückzahlung angehäufte Mindest-KÖSt-Guthaben eine rasche und wirksame Hilfe für kleine Unternehmen gefunden werden könnte, die eigentlich nur die Zurückzahlung vorausbezahlter Steuern darstellt und somit auch aus meiner Sicht eher in die Vermögenssphäre dieser Gesellschaften und weniger in die Vermögenssphäre des Staates zu rechnen ist.
    Mein Hinweis zielt darauf ab, dass es sich hier ausschließlich um Kapitalgesellschaften handelt, die daraus Nutzen ziehen könnten und ich bin mir nicht sicher, ob diese nicht gerade als die „bösen Kapitalisten“ aus Sicht der Opposition gelten und daher kaum Unterstützung finden werden.

    Das soll aber nur ein kleiner Hinweis sein, der die Umsetzung deiner Petition allenfalls günstig beeinflussen könnte.

    Ich persönlich bin zwar bekanntermaßen in Pension und daher kein Unternehmer und auch kein Angestellter mehr, werde aber dennoch deine Petition als Privatperson unterstützen.

    Viel Erfolg und liebe Grüße
    Franz

    Antworten
  2. G.M.24/06/2020

    Wow !! .. bin seit vielen Jahren unternehmerisch mit unserer GmbH tätig, aber das habe ich nicht gewusst. Buchhaltung und Steuersachen macht der Steuerberater.
    Da wir auch ein paar schlechte Jahre hatten, abgesehen von heuer (goßes ?), werde ich gleich mal telefonieren bzw. nach unserem letzten Körperschaftsteuerbescheid ´forschen´. Danke auf auf jeden Fall für Ihre Initiative, bin 100%ig dabei.
    G.M.

    Antworten
  3. Rudolf Burdis28/05/2020

    Ich unterstütze den Aufruf an die Bundesregierung zur Rückzahlung der Besteuerung auf nicht erzielte Gewinne zur Stärkung der KMUs vollinhaltlich.

    Antworten

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